Wohin mit dem ersparten Geld

Wohin mit dem ersparten Geld?

Durch die Finanzkrise sind viele Bürger sehr verunsichert und wissen nicht wohin mit dem ersparten Geld. Man hat kein richtiges Vertrauen mehr zu den Banken und überlegt ernsthaft das Geld zu Hause aufzubewahren. Doch so bekommt man keinerlei Zinsen und außerdem sollte man wissen, daß nicht alle Geldanlagen zur Zeit eine Gefahr aufweisen.

Nachfolgende Informationen helfen evtl. bei einer möglichen Auswahl das Geld richtig anzulegen.

Bei einer Einlagensicherung handelt es sich um eine Regelung der Banken, daß das Geld bei einer Pleite der Bank trotzdem gedeckt ist. Fast alle privaten deutschen Banken sind durch den Einlagesicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken abgesichert. Aber Vorsicht ist bei ausländischen Banken geboten, denn hier verhält es sich nicht immer so. Also ist es ratsam sich vorab genauestens darüber zu informieren ob die Einlagensicherung gedeckt ist. Auch deutsche Anlagen sind nicht immer automatisch abgedeckt.

© Dieter Schutz / PIXELIO

Beim Sparbuch, Festgeld oder Tagesgeld kann man davon ausgehen, daß diese gedeckt sind. Bei ausländischen könnte die Grenze bei 20000,00 Euro liegen, also sollt man nicht mehr anlegen, sonst ist der Schutz nicht mehr gegeben.

Bei den Aktien herrscht momentan ein stetes auf und ab. Wer Aktienfonds besitzt sollte Geduld zeigen, denn gewöhnlich beruhigt sich die Lage auf dem Aktienmarkt und man kann zu einem späteren Zeitpunkt verkaufen. Wer aber dem Ganzen nicht traut kann natürlich auch verkaufen, um evtl. Verluste so gering wie möglich zu halten.

Vor einer Pleite geschützt sind Fonds, diese sind als Sondervermögen anzusehen. Man sollte dabei aber beachten, wenn die Aktien im Fonds an Wert verlieren, somit sinkt auch der Wert des Fonds. Auf breite Streuung sollte man nach Meinung der Experten achten, denn nur so ist das Risiko geringer. Aber man sollte einfach Geduld aufbringen und abwarten.

Bei einer Anleihe handelt es sich um einen Kredit der vom Herausgeber gewährt wird. Beispielsweise sind Bundeswertpapiere eine gute Möglichkeit, denn hierbei kann man einigermaßen sicher sein, das der Schuldner das Geld zurückzahlt. Durch schlechte Konjunkturaussichten können die Kurse von Unternehmensanleihen drastisch sinken und somit ist man nicht mehr durch die Einlagensicherungsfonds geschützt.

Bei Rentner- oder Lebensversicherungen wird das Geld nach genauen Vorschriften angelegt. Hier gibt es nämlich eine Sicherungseinrichtung der deutschen Lebensversicherer, daß bei einer Pleite die Protektor Lebensversicherung-AG einspringt.

Zusammenfassend sollte man sein Geld möglichst verteilt auf verschiedene Anlagen über Länder und Branchen hinweg deponieren, denn nur so kann man bei einer Krise gewappnet sein.

Besitzt man bereits eine langfristige Anlage, so sollte man diese auch nicht ändern. Genauso verhält es sich bei bereits bestehenden langfristigen Aktienfonds. Befinden man sich mitten in einer Krise, so sollte man immer wenn möglich nicht zu solch einem Zeitpunkt kaufen oder verkaufen. Man sollte abwarten, bis sich die Börsen beruhigt haben und das Tages- oder Festgeld sollte man weiterhin bestehen lassen.

Den finanziellen Bestand sollte man kontrollieren, hat man beispielsweise zu viel Geld auf einer Anlage oder einem anderen Produkt, so wäre es ratsam dies schnellstmöglichst zu ändern um das Risiko eines Verlustes so gering wie möglich zu halten. Deshalb das ersparte Geld immer breit anlegen.

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